Das knifflige Poesiepuzzle, Folge 1: Der Vers

Achim Raven veröffentlicht in loser Folge am 13. eines Monats Überlegungen zu Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Gedichteschreibens. Im ersten Beitrag geht es um den Vers, der weder Zeile noch Satz ist und in der Ambivalenz seiner Möglichkeiten höchsten Scharfsinn oder aber bodenlose Dumpfheit befördern kann.   Der Vers ist keine Zeile. Zeilen entstehen beim Umbruch, damit Texte, in denen eins aufs andere folgt, in handliche Rechteckformate gepackt werden können und nicht als endlose Papierstreifen aufgespult werden müssen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten den Zauberberg oder das Bürgerliche Gesetzbuch von der Spule lesen. Wer noch Tonbandgeräte kennt, weiß, welches Ungemach […]

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