LYRIK-REVUE FOLGE 14: Increschantüm und Tarschoula, Buatscha und Chalaverna – Romanische Poeme einer Uferblume und eines bildenden Künstlers

Auszeichnungen, Institutionen, Konferenzen, Lesungen, Poesie im Feuilleton und Lyrik-Neuerscheinungen: Nicola Bardola kommentiert und präsentiert am 20. eines Monats Bemerkenswertes aus der Welt der Verse.   Ich kenne keine Sprache, die sich so gut für Naturlyrik eignet wie Vallader. Allein der Klang des Namens der Sprache: Vallader. Val, das Tal, das Unterengadin im Osten der Schweiz. Vallader, Unterengadinisch also, die an Österreich grenzende Sprache, die nur in Samnaun, der abgelegenen und zollfreien Zone mit ihren berühmten Zwergen vom Tirolerischen verdrängt wurde. Landeck ist nicht fern, wo der Literaturwissenschaftler Raoul Schrott geboren wurde. (Raoul, auch der Bruder von Fidel, „Berater des Kriegers“.) […]

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LYRIK-REVUE FOLGE 13: Letternmusik und Buchstabenschmelze

Auszeichnungen, Institutionen, Konferenzen, Lesungen, Poesie im Feuilleton und Lyrik-Neuerscheinungen: Nicola Bardola kommentiert und präsentiert am 20. eines Monats Bemerkenswertes aus der Welt der Verse.   Der große Franz Mon gehört gemeinsam mit Eugen Gomringer und Gerhard Rühm zu den älteren Autoren, deren konkrete Poeme in den Anthologien „Das Wort beim Wort nehmen“ 1 & 2 vertreten sind. 2014 gewann der 1926 geborene Mon den letztmals verliehenen Petrarca-Preis. Die Jury wies damals darauf hin, wie unbeirrt von lyrischen Moden Mon seine poetischen Erkundungen vorantreibt. Erstmals zwischen zwei Buchdeckeln sind nun in Band 1 neun Texte von Mon erschienen. Der erste kommentiert […]

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LYRIK-REVUE FOLGE 12: HUMORISTISCH UND VERSPIELT, PRIVAT UND NAIV – VON TINTIGEN SEEN BIS ZU BUCHRÜCKENSCHMERZEN

Auszeichnungen, Institutionen, Konferenzen, Lesungen, Poesie im Feuilleton und Lyrik-Neuerscheinungen: Nicola Bardola kommentiert und präsentiert am 20. eines Monats Bemerkenswertes aus der Welt der Verse.   Berufssportler brauchen einen Ausgleich, sehnen sich nicht selten nach andersartigen Ausdrucks- und Betätigungsformen. Abseits vom Körper, jenseits von Rekorden versprachlichen sie ihre Emotionen. Eckart Balz, geboren 1959, Vizepräsident für den Bereich Bildung in der deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft trainiert seit Jahrzehnten seine Muskeln und den Umgang mit Wörtern: Ewigkeit, Raum, Zeit, Sinn, Liebe, Leben, Moral und Amen lauten die wenigen Bestandteile im kurzen Eröffnungsgedicht des Professors. Wiederholung von Vertrautem. Dehnungsübungen. Noch eine Scheibe auf die […]

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LYRIK-REVUE FOLGE 11: PROPULSION UND WORTPFLUG, SATZSUCHE UND SATZMÜNDUNG

Auszeichnungen, Institutionen, Konferenzen, Lesungen, Poesie im Feuilleton und Lyrik-Neuerscheinungen: Nicola Bardola kommentiert und präsentiert am 20. eines Monats Bemerkenswertes aus der Welt der Verse.   Lyrik mit Sprachsprüngen vom Tschechischen ins Englische, mit Splittern aus anderen Idiomen und von Anfang bis Ende geschrieben wie – und manchmal wirklich – auf Klopapierrollen: Ivan Blatnýs Texte zeichnen sich durch enorme Dringlichkeit und vollkommene Unabhängigkeit aus. Er schrieb geistesgegenwärtig, assoziativ und impulsiv als Antwort auf die ihn umgebende Wirklichkeit. „There are more hiding-places in an English park / gefällte Bäume liegen dort herum / wie Masten von gekenterten Schiffen // Sie wachsen zu […]

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LYRIK-REVUE FOLGE 10: AUF DEM GRUND UNGELÖSTER RÄTSEL

Auszeichnungen, Institutionen, Konferenzen, Lesungen, Poesie im Feuilleton und Lyrik-Neuerscheinungen: Nicola Bardola kommentiert und präsentiert am 20. eines Monats Bemerkenswertes aus der Welt der Verse.   „Wir waren nicht betrunken“, sagte Jürgen Theobaldy sehr entschieden und mit einem Anflug von Verärgerung, als ich ihn bei den 7. Solothurner Literaturtagen 1985 nach Rolf Dieter Brinkmann fragte, zehn Jahre nach dem Unfalltod. „Es war der Linksverkehr“, sagte mir Theobaldy, „und es war nicht nachts. Es war später Nachmittag und noch hell.“ Ich weiß nicht, seit wann es die vielen Markierungen in London unten auf dem Asphalt gibt: „Look left“, „Look right“. Jedenfalls schaute […]

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