Eingestreute Kritik: Der grandiose Gedichtband »Fossile Infanten« von Barbara Maria Kloos

Fein wie ein Messerschnitt   Als ich Anfang der 1990er Jahre das erste Mal nach New York reiste und in Manhattan an der Grand Central Station ausstieg, war ich angesichts der hohen Häuser und Sehenswürdigkeiten so fasziniert wie frustriert. Ich dachte, diese Stadt packst du nicht, die hat soviel zu bieten, der kannst du nicht einfach gerecht werden. Und so ging es mir auch, als ich das erste Mal den Gedichtband „Fossile Infanten“ von Barbara Maria Kloos in den Händen hielt. Es ist ein opulenter Gedichtband, und damit ist nicht nur der Umfang von mehr als 200 Seiten gemeint, sondern […]

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Lied mit Rasierklinge: Der Gedichtband »Der Asphalt klingelt, ich geh ran« von Johanna Schwedes

rezensiert von Hellmuth Opitz Sagt der Titel eines Gedichtbandes immer schon Essentielles über die darin enthaltenen Gedichte aus? Sehr unterschiedlich, meistens aber sind die Titel durchaus ein poetisch-programmatisches Statement zum Inhalt. So verrät der der aktuelle Gedichtband »Einmal einfach« von Michael Krüger schon allein dadurch, dass er fast wie eine Bestellung an einer Pommesbude klingt, dass es hier in subtiler Untertreibung um poetische Wahrnehmungen des Alltäglichen geht, während der Band »Kolonien und Manschettenknöpfe« von Thomas Kunst darauf hinweist, dass es ein Stilmittel dieser Gedichte ist, disparate Details in sie hineinzuverweben bzw. in ihrer heterogenen Sperrigkeit auch durchaus unverbunden nebeneinander stehen […]

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Wucht, Wahrheit, Widerstand: Der Gedichtband »Amok PerVers« von Martin Piekar

rezensiert von Hellmuth Opitz Ich glaube, man bewegt sich nicht auf dünnem Eis, wenn man den Gedichtbandtiteln von Martin Piekar eine gewisse Verbalradikalität unterstellt. »Bastard Echo« so hieß der erste Band und jetzt also »Amok Per Vers«. Ja, das klingt nach lyrischem Ausrasten mit hoher Schlagzahl, nach treibenden anarchisch-poetischen Beats per Minute, nach Gedichten, die sich mit Punk besoffen haben, jedenfalls: unberechenbar und gefährlich. Ein Kapitel des neuen Bandes zitiert auch ganz bewusst das Palindrom »Amok Koma«, das dem legendären Kult-Album der Punkband Abwärts seinen Titel gab – nur eben in umgekehrter Reihenfolge. Man merkt schon: Hier wird Widerständigkeit aufgeführt […]

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Rückblick: Wie die Religion im Gedicht vorkommt – Öffentliche Lesung aus DAS GEDICHT in Berlin

Die Lyrikzeitschrift DAS GEDICHT gastierte mit ihrer Jubiläumsausgabe Band 25 am Freitag, 4.5.2018, in der Katholischen Akademie in Berlin. Nach Berlin kamen der Herausgeber Anton G. Leitner zusammen mit einer Reihe von Poetinnen und Poeten der Ausgabe: Melanie Arzenheimer (Eichstätt), Ulrich Beck (Bremen), Thomas Böhme (Leipzig), Maik Lippert (Berlin), Paul-Henri Campbell (Montabaur), Salean A. Maiwald (Berlin), Hellmuth Opitz (Bielefeld), Lutz Rathenow (Berlin und Dresden), Georg Maria Roers SJ (Berlin), Salli Sallmann (Berlin), Achim Wagner (Berlin und Ankara), Babette Werth (Berlin) sowie David Westphal (München). Anton G. Leitner schreibt zu der gelungenen Veranstaltung in der Hauptstadt: Was für ein großer Abend […]

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Wie die Religion im Gedicht vorkommt: Öffentliche Lesung aus DAS GEDICHT in Berlin

Religion im Gedicht: Die Lyrikzeitschrift DAS GEDICHT gastiert mit ihrer Jubiläumsausgabe Band 25 in Berlin Freitag, 4.5.2018, 19.30 Uhr Akademieabend: Wie die Religion im Gedicht vorkommt – Öffentliche Lesung aus DAS GEDICHT in Berlin Katholische Akademie Hannoversche Straße 5, 10115 Berlin-Mitte Eintritt: € 5,- Informationen zum Download (PDF) Literaturzeitschriften gelten als bedeutende Impulsgeber für die Kulturlandschaft. Das gilt nicht nur für Deutschland. Allerdings hat es in digitalen Zeiten Seltenheitswert, wenn solche Periodika Jubiläen feiern können. Die Zeitschrift DAS GEDICHT begleitet seit einem Vierteljahrhundert kontinuierlich die Entwicklung der zeitgenössischen Lyrik. Bis heute ediert sie ihr Gründer und Verleger Anton G. Leitner […]

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