LYRIK-REVUE FOLGE 13: Letternmusik und Buchstabenschmelze

Auszeichnungen, Institutionen, Konferenzen, Lesungen, Poesie im Feuilleton und Lyrik-Neuerscheinungen: Nicola Bardola kommentiert und präsentiert am 20. eines Monats Bemerkenswertes aus der Welt der Verse.   Der große Franz Mon gehört gemeinsam mit Eugen Gomringer und Gerhard Rühm zu den älteren Autoren, deren konkrete Poeme in den Anthologien „Das Wort beim Wort nehmen“ 1 & 2 vertreten sind. 2014 gewann der 1926 geborene Mon den letztmals verliehenen Petrarca-Preis. Die Jury wies damals darauf hin, wie unbeirrt von lyrischen Moden Mon seine poetischen Erkundungen vorantreibt. Erstmals zwischen zwei Buchdeckeln sind nun in Band 1 neun Texte von Mon erschienen. Der erste kommentiert […]

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Deutsch-tschechischer Poesiedialog, Folge 23: EIN GARTEN IM OSTEN

Klára Hůrková stellt an jedem 17. des Monats interessante lyrische Funde aus ihren beiden Heimatländern Tschechien und Deutschland vor. Sie übersetzt ausgewählte Texte in die jeweils andere Sprache in der Absicht, Ähnlichkeiten und Unterschiede sowie aktuelle Themen und Tendenzen in der Gegenwartslyrik beider Länder herauszustellen. Damit verfolgt sie Spuren einer langen und reichen Kulturtradition, welche durch die fatalen Ereignisse des 20. Jahrhunderts unterbrochen wurde.   EIN GARTEN IM OSTEN „Leben ist wie Tschechischlernen – man darf einfach nicht aufgeben“, sagt meine Freundin Marianne Glaßer, Lyrikerin, Übersetzerin und Lektorin. Ich bewundere ihre Energie, die sie seit Jahren in das Erlernen dieser […]

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Neugelesen – Folge 15: Martin Walser »Meßmers Reisen«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   Was ist eigentlich ein Gedicht? Irgendetwas scheint da dicht zu sein. In meiner Jugend haben wir uns im Deutschunterricht stets an den Kopf geworfen: „Egal, wie dicht du bist, Goethe war Dichter.“ Ist das nun selbst schon ein Gedicht? Es hat keine Reime, keine nennenswerte Metrik, keine Strophen, keine Verse. „Egal, […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 158: »Am schönen Neckar«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Thomas Glatz Am schönen Neckar Am schönen Neckar, Wo de Floischkäswecke Schnurret. Heidanei! S isch halt nemme dees! Wo de Floischkäswecke Schnurret. Ha noi! Floischkäswecke, de wo schnurret? Ha, so a Overnompft! S isch halt nemme dees! S isch nemme alles am rechta Fleck! Noi! A Floischkäs und a Weck, Die zwoi gheret zamma Wie Essich ond Eel, Wie Pfeffer ond Salz, Wie Knäusle ond Rieble, Wie Äffle ond Pferdle. Abr dass se schnurret? Heidanei! Em Gegadoi! A, so a Overnompft!   […]

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Gedichte für Kinder – Folge 51: Sechs unveröffentlichte Kindergedichte von Christian Engelken

Gedichte für Kinder

Uwe-Michael Gutzschhahn präsentiert jeweils am 10. eines Monats auf DAS GEDICHT blog faszinierende Kindergedicht-Autoren mit ihren vielfältigen Spielarten der Kinderpoesie. Denn das Kindergedicht soll lebendig bleiben – damit aus jungen Gedichtlesern neugierige Erwachsene werden, die sich an die Klänge und Bilder der Poesie erinnern, statt an die Last der didaktischen Lyrikinterpretation.   Der Tausendfüßler Den Tausendfüßler hat ein Fuß gezwackt. Da kam der Tausendfüßler aus dem Takt. Auf seiner rechten Seite war die Welt okay, doch auf der linken tat ihm ständig etwas weh. Fünfhundert Füßchen haben rechts geklappert, doch links hat immer eines nachgetappert – und schließlich fiel Herr […]

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