Vom Leder gezogen – zur EM 2016 in Frankreich, Folge 39: »Deutschland – Slowakei 3:0«

Die Lyriker-Mannschaft von DAS GEDICHT blog mit Kapitän Jan-Eike Hornauer kommentiert die Fußball-EM unterm Eiffelturm

 

Michael Hüttenberger

Deutschland – Slowakei 3:0

Die Spannung spürbar. Draxler darf für Götze ran.
Auf rechts bleibt Kimmich. Boateng ist fit und macht
das 1:0 – beruhigend – in Minute acht.
In dreizehn Elferschenkung. Özil nimmt nicht an.

Dann weit’re Chancen. Nur kein Tor. Es scheint wie immer.
Und plötzlich fast das 1:1. Doch Neuer auf der Hut.
Im Gegenzug dann Draxler, Gomez, 2-0, das tut gut
zur Halbzeit. Pause. Falls es einen Hoffnungsschimmer

der Slowakei in Halbzeit zwei gegeben hat,
dann nur, bis Draxler seine Leistung krönte, Volleyschuss.
Drei Wechsel für die letzte Viertelstunde. Schluss.

Ein super Spiel, wie niemand es bislang geboten hat.
Den nächsten Gegner haben wir noch nie besiegt
bei ’nem Turnier. Mal seh’n, wer Samstag unterliegt.

 
© Michael Hüttenberger, Stedesdorf / Darmstadt

(Der nächste Gegner ist entweder Italien oder Spanien.)

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Die EM 2016 lyrisch zu kommentieren, und dies schnell und in doppeltem Sinne fachkundig (mit poetischem und fußballerischem Verstand), mit Witz und Eifer, voll Leidenschaft und auch mal mit distanziertem Blick, dies hat sich das Lyriker-Team um Kapitän Jan-Eike Hornauer zum Ziel gesetzt. Es besteht aus: Michael Hüttenberger, Hellmuth Opitz, Michael Augustin, Alex Dreppec und Matthias Kröner. Und damit durchgängig aus bewährten poetischen Fußball-Kommentatoren: Sie alle waren bereits in der Lyriker-Elf von DAS GEDICHT blog dabei, die vor zwei Jahren den Weg der deutschen Nationalmannschaft zum vierten Stern auf dem Versfuß begleitet hat, spielerisch, euphorisch, kritisch – und mit einer Mannschaftsstimmung, wie man sie sich besser nicht wünschen kann. Und sie alle haben sich blitzschnell dazu bereit erklärt, auch heuer wieder ihre Kugelschreiber rollen zu lassen bzw. am Laptop ihre Silben knallhart in die Ecken der weißen Blätter zu hämmern. Kein Zögern gab es und keine Absage. Der Teamgeist von 2014 ist immer noch da – bei uns und gewiss auch bei den Jungs aus der DFB-Elf. Mögen dort auch einige Spieler durch neue ersetzt worden sein, und mag unser Team zum »kleinen« Turnier auch mit kleinerer Besetzung auflaufen.

Alle bereits geposteten Folgen von »Vom Leder gezogen – zur EM 2016 in Frankreich« finden Sie hier. Und selbstverständlich können Sie auch nach wie vor den kompletten Weg zum vierten WM-Titel poetisch nachvollziehen, und zwar hier: »Vom Leder gezogen – zur Fußball-WM 2014 in Brasilien«.

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