Der Poesie-Talk – Folge 9: Franziska Röchter im Gespräch mit Frank Norten

Werk, Wirkung, Wirklichkeit: Am 22. jeden Monats unterhalten sich im losen Wechsel GEDICHT-Herausgeber Anton G. Leitner und die Bloggerin Franziska Röchter mit Schriftstellern und Literaturvermittlern über ihre Arbeit und ihr Leben.

 

Frank Norten ist Lyriker, Neurologe und Psychiater

Lieber Frank, du hast in Ostberlin Medizin studiert? Was hat dich dazu bewogen, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie zu werden?

Ich wollte zum Theater. Das ging für mich in der DDR nicht, aus politischen Gründen. Also habe ich Medizin studiert, den Facharzt für Neurologie und Psychiatrie angestrebt. An einem katholischen Krankenhaus, da musste ich keine Wandzeitungen machen.

Wie hast du in den Siebzigerjahren die Psychiatrie in der ehemaligen DDR erlebt? War sie so übergriffig und unterversorgend, wie Patienten berichten?*
[z.B. *Ekkehard Kumbier, Holger Steinberg (Hg.) (2018): Psychiatrie in der DDR. Beiträge zur Geschichte. be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg]
Immerhin sollen ja zwischen 35 und 70 Prozent der Patienten fehlplatziert gewesen sein, d.h., die Psychiatrie war überbevölkert von chronisch Kranken und sogenannten „geistig Behinderten“, die in anderen Einrichtungen besser untergebracht gewesen wären?

Frank Norten

Frank Norten (Foto: privat)

Das alles, was Du jetzt erwähnt hast, kann ich nicht bestätigen. Aber, wie gesagt, ich war in der DDR nur vier Jahre an einem katholischen Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie als Arzt tätig. Wir hatten zum Beispiel keine Chroniker, keine Pflegefälle, keine Dauerpatienten. Dafür einzelne Ordensschwestern und den Sohn eines evangelischen Bischofs.

Warum bist du 1983 aus der ehemaligen DDR ausgereist, ging das so einfach? Warst du zu dem Zeitpunkt schon als Psychiater spezialisiert?

Wegen der politischen Indoktrination in der DDR sollten unsere Kinder im Westen aufwachsen.

Meine damalige Ehefrau hatte einen polnischen Pass, sie konnte damit ins westliche Ausland reisen. Wegen der politischen Indoktrination in der DDR sollten unsere Kinder im Westen aufwachsen. Also fuhren meine Frau und die Kleinen mit der S-Bahn nach Westberlin und blieben dort. Ich beantragte die Familienzusammenführung. Ich musste etwa anderthalb Jahre ausharren, war ein paar Monate arbeitslos, dann durfte ich die DDR verlassen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keinen Facharzttitel für Psychiatrie. Das machte mich für die Bundesregierung sicher etwas billiger. Ausgereiste Ärzte ließ sich die DDR hoch bezahlen.

Seit 1999 hast du auf Ibiza gelebt. War das eine typische Aussteiger-Idee, ein Traum sozusagen, oder eher eine Flucht, ein Drang nach Neuanfang, oder einfach nur Sehnsucht nach Wärme? Wolltest du endgültig auswandern, beruflich bedingt, oder stand für dich von Anfang an fest, dass es ein vorübergehender Wohnortwechsel sein würde?

Vor Ibiza lagen 20 Jahre Basisarbeit in psychiatrischen Krankenhäusern und eine Scheidung mit drei Kindern. Ich war nach diesen 20 Jahren völlig ausgebrannt und hatte keine andere Perspektive, als so weitermachen zu müssen. Da bekam meine zweite Ehefrau das Angebot, auf Ibiza eine Zahnarztpraxis aufzumachen. Das haben wir aufgegriffen und in die Tat umgesetzt, sind beide auf diese Insel gegangen und 16 Jahre geblieben.

(Foto: privat)

Auf Ibiza hast du „sporadisch“ als Psychiater gearbeitet. Wie soll man sich das vorstellen? Welche Jobs hast du noch gemacht?

Ja, ich hatte mir von Madrid die Anerkennung als Psychiater besorgt und einige Jahre eine psychiatrische Sprechstunde auf Ibiza betrieben. Schließlich widmete ich mich nur noch dem Bau unseres großen Hauses auf dem Land und half in der Zahnarztpraxis, machte, was ich eben dort machen konnte. Als das Haus fertig war, habe ich einen Teil an Feriengäste vermietet. Außerdem war ich Gärtner und Koch, alles in eigener Sache. Ich hatte guten Kontakt zu den Einheimischen, das hat mir sehr geholfen. Ich werde nie ein böses Wort über sie sagen. Manchmal sehne ich mich nach den Pepes, den Catalinas.

Hat dich die Insel besonders zum Gedichteschreiben inspiriert?

Nein, kaum. Die wirkliche Welt war so übermächtig und ließ keinen weiteren Raum entstehen. Ich war auch oft einfach müde. Der glühend heiße Sommer dort ist, wenn man arbeiten muss, kein Spaß.

War es dir möglich, in Spanien Kontakte zur balearischen Autorenszene zu knüpfen? Hast du Dichter wie Vicente Valero oder andere persönlich kennengelernt?

Alles Poesie, reine Poesie. Das vermisse ich, ja, das vermisse ich sehr.

Nein, überhaupt nicht. Daran dachte ich nicht einmal. Ich habe mich aber sehr für die Musik und die Tänze der Einheimischen interessiert; die Männer hatten phrygische Mützen auf, die Frauen trugen den Goldschmuck der Familie. Ich hörte auch Camarón, natürlich von CD; er war ja schon lange tot. Es gab sogar Opernaufführungen in Ibiza-Stadt, es gab den Karneval, die Patronatsfeste. Das hat mich alles interessiert. Karfreitag mit den Prozessionen, der Rocio der Andalusier. Manchmal nahmen uns Ibicenkos auf ihren Booten mit raus aufs Meer, luden uns zum Sofrit payes, zu ihrem typischen Essen, nach Hause ein. Das dauerte Stunden, sie hatten ihren selbstgemachten Wein, der mit Thymian gewürzt wird. Oder die Wirtin mit dem dicken, langen Zopf in der ITHAKA BAR, die zur Gitarre sang nach Mitternacht, Lieder aus Lateinamerika, zum Beispiel von Atahualpa Yupanqui. So was. Alles Poesie, reine Poesie. Das vermisse ich, ja, das vermisse ich sehr.

Venedig lehrte mich, dass ein Gedicht sich an Venedig messen lassen muss.

Du hast ja ab 2009 mehrmalig an der Lyrik-Werkstatt in Venedig bei Christian Döring teilgenommen, inwiefern haben dir diese Aufenthalte speziell in dieser Stadt nochmal einen ganz anderen Impetus gegeben?

Nein, das haben diese Seminare nicht gemacht. Venedig lehrte mich, dass ein Gedicht sich an Venedig messen lassen muss. Das ist aber fast unmöglich. So schreibe ich bis heute nur sehr wenig und mit langen Pausen. Am besten geht es mir, wenn ich länger für mich sein kann. Dann kann ich manchmal sogar schreiben. Wenn der Hund neben mir schläft, die drei Katzen nicht nerven.

Seit 2014 lebst du wieder in Deutschland und betreibst einen literarisch-musikalischen Salon bei Dresden. Wie muss man sich das vorstellen? Du organisierst quasi Lesungs-Veranstaltungen in deinem Wohnhaus?

Ja, meine Frau und ich haben ein relativ großes Landhaus in Dresden-Langebrück. Dort veranstalten wir 2-mal im Jahr diesen literarisch-musikalischen Salon, nun schon über einige Jahre. Beteiligt ist daran auch Barbara Miklaw mit ihrem Verlag Mirabilis. Zu jedem Salon werden in der Regel 2 Autoren eingeladen, die aus ihren Sachen lesen. Dann ein oder auch mehrere Musiker. Die Musik ist der Literatur absolut gleichrangig an diesen Abenden. Alle bekommen Honorar. Nach dem Programm gibt es ein Büffet und Wein. Im November ist der nächste Salon. Da kommt Mirko Bonné aus Hamburg, am Fügel die Pianistin Oksana Weingardt aus Dresden. Eine sehr schöne Sache, die sich in Dresden mittlerweile herumgesprochen hat.

(Foto: privat)

2016 bekamst du den POLLY Preis für politische Lyrik in Berlin. Worum ging es in dem Gewinnergedicht?

Ich gewann den Preis mit drei Gedichten. Sie heißen KÖNIGSBERG, NAZIS LIEFEN IM GEBIRGE SKI und DIE JUDEN VON AUSCHWITZ. Die Thematik geht aus den Titeln hervor.

Welche psychische Störung ist deiner Meinung nach derzeit am stärksten verbreitet?

Angst, Wut und Aggression, die abgrundtiefe Traurigkeit, […] seine phänomenale Trägheit und Gleichgültigkeit.

Nicht alles, was die Höhen und besonders die Tiefen des Lebens hervorbringen, sind gleich Störungen. Der Mensch hat so seine Reaktionsmuster, die durchaus Sinn machen bzw. dem Menschen eigen sind im Hinblick auf die Ereignisse und Wiederholungen. Angst, Wut und Aggression, die abgrundtiefe Traurigkeit, wenn ein geliebter Mensch stirbt, seine phänomenale Trägheit und Gleichgültigkeit. Was die wichtigsten psychiatrischen Krankheiten betrifft, Schizophrenie und manisch-depressive endogene Psychosen, herrscht große Unkenntnis, bei Ärzten, die jeden Tag Sprechstunde machen, und erst recht in der Bevölkerung. Dann sind da die Hirnschädigungen oder der dementielle Abbau aufgrund des immer höheren Alters der Menschen oder als Resultat von chronischem Alkoholismus. Weiter sind zu nennen das Verdämmern bei Morbus Alzheimer und die Drogenpsychosen bzw. drogeninduzierten Psychosen.
Die Erkrankungshäufigkeit von Schizophrenie und endogen-depressiven Psychosen in der Bevölkerung ist übrigens überall auf der Welt gleich, das ist geradezu gespenstisch, ob bei den Nenzen in Sibirien, in den Dörfern neben den Teeplantagen in Sri Lanka, in New York oder Peking. Sie ändert sich nicht.

Es gibt nicht für jedes Problem eine Lösung, schon gar keine Erlösung von der Mühsal des Lebens.

Was glaubst du, woran krankt die Menschheit insgesamt am meisten? Ist sie noch zu retten?

Die Menschen überschätzen sich. Mit dem Dauer-Fortschritt wächst der Druck, für alles eine Lösung zu finden, jede Beschwernis abzustreifen. Damit überfordern sie sich total, sind chronisch unzufrieden und gereizt. Es gibt nicht für jedes Problem eine Lösung, schon gar keine Erlösung von der Mühsal des Lebens.
Die Zahl der Psychotherapeuten wird immer größer. Warum? Sigmund Freud sagte einmal, das Leben wäre zu schwer für uns Menschen. Daran werden die Psychotherapeuten vermutlich nichts ändern, oder?

Nicht zu retten ist die Erde, wenn die Zahl der Menschen immer mehr anwächst. Alle wollen Sattheit, Bequemlichkeit und Wohlstand, klar. Ob sie dafür auch hart arbeiten wollen, wäre noch zu hinterfragen. Alle paar Jahre eine Milliarde Menschen mehr, das kann und das wird nicht gut gehen. Es wird zu Seuchen und Verteilungskämpfen kommen, einen Vorgeschmack erleben wir gerade. Mit 12 Jahren war ich in einem Kindererholungsheim im Gebirge. An einem Nachmittag gab es einen Vortrag über Indien. Der Redner war ein Inder, der uns Kinder fragte, ob jemand wisse, wieviel Menschen in Indien leben. Da ich mich sehr für Geographie interessierte, wusste ich die Antwort. In Indien lebten 1964 etwa 480 Millionen Menschen. Heute sind es 1,34 Miliarden Menschen. Ägypten hatte 1950 etwa 22 Millionen Menschen. Heute sind es 97 Millionen, zusammengedrängt auf einer kleinen Fläche inmitten der unfruchtbaren Wüsten. Das sind die Probleme, die das Schicksal der Menschen mehr entscheiden als Ideologien. Auch unser Schicksal. Natürlich sind die Atomwaffen eine riesige Gefahr. Lösungen sind auch im Ansatz nicht in Sicht. Vom Schicksal der Flora und Fauna will ich gar nicht reden, das macht mich traurig, das Verschwinden der Wälder, Steppen, Nashörner und Löwen. Schon die Zahl der Spatzen hat sich halbiert, der Insekten, Bienen, Vögel. Das macht mich sehr traurig. Auch diese phänomenale Gleichgültigkeit und Trägheit der meisten Menschen.

Frank Norten

(Foto: privat)

Ein Problem ist, dass die Frustrationstoleranz in der modernen Bevölkerung immer weiter abzunehmen scheint.

Worin liegen deiner Meinung nach die Gründe für die rasante Zunahme psychiatrischer Erkrankungen in der Bevölkerung?

Die schon erwähnten psychiatrischen Haupterkrankungen, die Psychosen, nehmen in der relativen Häufigkeit gar nicht zu. Die altersbedingten psychischen Störungen nehmen zu, weil es immer mehr alte und sehr alte Menschen gibt. Ob der Alkoholismus mit seinen Störungen und die drogeninduzierten Störungen zunehmen, vermutlich. Von einer rasanten Zunahme würde ich aber nicht sprechen. Ein Problem ist, dass die Frustrationstoleranz in der modernen Bevölkerung immer weiter abzunehmen scheint. Die Menschen werden immer neurotischer.

Würdest du heute abermals den Berufswunsch Psychiater verfolgen?

Medizin und die Psychiatrie waren für mich eine Vernunftehe aufgrund der repressiven politischen Situation in der DDR. Theater und Literatur interessierten mich weit mehr. Aber so ist es nun mal gelaufen. Mit Brüchen.

Frank, worin siehst oder suchst du persönlich den Sinn des Lebens? Sicher nicht im Taxi (Gedicht #Syntax in: Die nicht mischbaren Farben der Freiheit)?

Alimentiertes Nichtstun oder drei Fernreisen pro Jahr hat die Natur nicht vorgesehen.

Alles dreht sich um das Weiter-Leben. Immer geht es um den morgigen Tag. Das ist der Fußabdruck der Evolution. Der Sinn besteht darin, den morgigen Tag zu überleben. Das Rilkesche „Wer-spricht-von-Siegen?-Überstehn-ist-alles.“ Alles sonst ist Luxus. Von daher kommt die Angst, aber auch die Energie, früh aufzustehen und an das Tagwerk zu gehen, auf die Jagd, auf das Feld, an den Schreibtisch. Alimentiertes Nichtstun oder drei Fernreisen pro Jahr hat die Natur nicht vorgesehen. Der Mensch bricht auf, um am Ende des Tages in seine Höhle zurückkehren zu können, dass er und die Seinen satt werden, in der Nacht sicher sind und ausruhen. Kann man auch heute damit zufrieden sein? Davon hängt viel ab.

In einem deiner Gedichte in deinem neuen Band heißt es u.a.:

Am Tag, wo die Heimat gefunden wird,
glätten sich die Furchen der elterlichen Felder,
verlassen die Ratten das Haus,
höre ich auf, Dich vergeblich zu rufen.
Der Tag ist schon nahe.

Hast du deine Heimat gefunden?

Das Gedicht endet mit dem Satz: Ich soll noch ein Mensch werden. Der Mensch wird zum Menschen, indem er sich eine Heimat erschafft. Blaise Pascal sagte, das ganze Unglück der Menschen rühre allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen. Aber der Mensch ist immer unruhig. Das ist nicht zu ändern. Alle tragen wir in unserer tiefsten Schicht das Erbe der Nomaden in uns, das Erbe der urzeitlichen Steppen, wo wir uns aufrichteten und vom Tier zum Menschen wurden – während einer sehr, sehr langen Wanderung. Keine Wanderung war länger.
Zum Abschluss ein Gedicht, die Antwort auf Deine Frage:

 

ANKUNFT

„Du bist angekommen!“,
spricht das Meer
an seinem Ufer
zum Reisenden.

Aber schon in
der ersten Nacht
hört der Ankömmling
die Wellen flüstern:
„Durchquere uns!“

(aus RAUCH AUS MEINEM MUND, Tortuga Verlag, Berlin 1997)

 

Lieber Frank, ganz herzlichen Dank für dieses interessante Gespräch!

 

© Franziska Röchter für Poesietalk auf dasgedichtblog, 04/2019

 

Jüngste Veröffentlichung

Coverabbildung (dahlemer verlagsanstalt)

 

 

 

 

 

 

Frank Norten, Die nicht mischbaren Farben der Freiheit
Gedichte
dahlemer verlagsanstalt
ISBN 978-3-928832-81-6
März 2019

 

 

Kurzvita

1952 geboren in Köritz, Bezirk Potsdam (DDR), Brandenburg
Abitur.
Wehrdienst.
Medizinstudium an der Humboldt-Universität Charité in Ost-Berlin(DDR).
Theatergruppe an der Katholischen Studentengemeinde, Aufführung eigener Stücke.
Facharztausbildung Neurologie Psychiatrie.
1983 Ausreise aus der DDR nach West-Berlin, davor Arbeitslosigkeit mit Gelegenheitsjobs.
Langjährige fachärztliche Tätigkeit als Psychiater an einer West-Berliner Nervenklinik.
Promotion über den Selbstmord bei Schizophrenen.
1999 bis 2014 ständig auf Ibiza.
Jetzt wohnhaft in Dresden.

Bisherige literarische Tätigkeit:
Seit Mitte der 90er Jahre Produktion von ausschließlich Lyrik.
2008/2009 Autorenwerkstatt des Lyrikkabinetts München bei Christian Döring, Lektor
2009/2010 Lyrikworkshops in Venedig bei Christian Döring, Lektor
2015 Meisterkurs Lyrik Kloster Irsee bei Ulf Stolterfoht
2016 Meisterkurs Lyrik Kloster Irsee bei Daniela Seel
Lesungen u.a. Münchner Literaturbüro, LETTRETAGE, Berlin; Lesebühne Köln, Literatursalon von Martin Jankowski in Berlin, Literaturhaus Salzburg, Österreichische Gesellschaft für Literatur in Wien, Literarischer Salon Britta Gansebohm, Berlin; Lesereise in Polen 2005 zur Vorstellung des in Krakau gedruckten Gedichtbandes mit Nachdichtungen in polnischer Sprache, Buchmesse Leipzig 2016, Literaturfrühling Zwickau 2016, 2017, 2018; Gutenberg Museum Mainz 2017
POESIE INTERNATIONAL, Dornbirn (Österreich); DRUSKININKAI POETIC FALL (P.E.N. Litauen), 2007

2010 Finalist beim Wettbewerb um den Lyrikpreis München
2016 Preis für politische Lyrik, POLLY, Berlin

Gedichtbände:
„Rauch aus meinem Mund“, Tortuga Presse, Berlin 2000 (vergriffen)
„Die Frau von Capri“, Edition Innsalz, ISBN 3-90 1535-66-7, Aspach 2002
„Jesteśmy wygnańcami“, Miniatura, ISBN 83-7081-583-9, Kraków 2004
„Die nicht mischbaren Farben der Freiheit“, dahlemer verlagsanstalt, ISBN 978-3-928832-81-6, Berlin 2019
Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften, zuletzt im STANDARD, Wien, Januar 2015 (Album) und in der Zeitschrift WORTSCHAU, 2016 und 2017, MAULKORB 2017.
Jahrbuch der Lyrik, Schöffling Verlag, Frankfurt/Main 2019
Übersetzungen:
Eine Reihe von Gedichten wurde übertragen ins Polnische (Leszek Szaruga, Warschau),
Französische (Frédérique Laurent, veröffentlicht in „Aujourd`hui Poéme“, Paris, Juni 2007), Englische (Karen Leeder, Oxford), Litauische (Antanas A.Jonynas, Vilnius)

 

Die Rubrik »Der Poesie-Talk« wurde in Zusammenarbeit mit Timo Brandt gegründet, der die ersten fünf Folgen betreute. Alle bereits erschienenen Folgen von »Der Poesie-Talk« finden Sie hier.

 

Franziska Röchter

Franziska Röchter, (*1959), kam als Österreicherin auf die Welt und lebt derzeit mit deutscher Staatszugehörigkeit in Verl. Sie schreibt seit vielen Jahren Lyrik, Prosa, kulturjournalistische Beiträge, Rezensionen und mehr. Jahrelang verfasste sie für den mittlerweile eingestellten bekannten Blog der Poetryslamszene, Myslam, Beiträge, Rezensionen, Interviews und trat etliche Jahre (erstmalig mit 50) als Poetry Slammerin in Erscheinung. Sie organisiert(e) Lesungsveranstaltungen in Gütersloh und Bielefeld und betreibt seit 2011 den chiliverlag.
Franziska Röchter war mehrmals Jubiläumsbloggerin für die Zeitschrift DAS GEDICHT (2012 und 2017), führte Interviews und schrieb Features über annähernd 100 bekannte Persönlichkeiten der Literaturszene.
1. Preis Hochstadter Stier (jetzt: Lyrikstier) 2011, seit 2015 Vorstandsmitglied der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. mit Sitz in Leipzig, Mitglied im VS NRW.
Sie ist seit vielen Jahren regelmäßig in bekannten Literaturorganen wie DAS GEDICHT (Anton G. Leitner), in Vers_netze (Axel Kutsch), im Poesiealbum neu (Ralph Grüneberger), bis zu seiner Einstellung (2014) in Der Deutsche Lyrikkalender (Shafiq Naz) vertreten. Unzählige Veröffentlichungen in anderen Printmedien, Anthologien, Zeitschriften (u.a. bei dtv, in Flandziu, Halbjahresblätter für Literatur der Moderne, in Signum, Blätter für Literatur und Kritik u.v.m.). Etliche eigenständige Veröffentlichungen (Bücher, CDs), zuletzt das Projekt Fernreise. Philipp Röchter singt und spielt Gedichte von Franziska Röchter, 2017. Darüber hinaus ist Franziska Röchter Rundum-Betreuerin ihrer stark pflegebedürftigen Tochter.

© Franziska Röchter, 12/2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.